Ungleichzeitigkeit

In der Beschäftigung mit Theorie ergibt sich der Eindruck, andere würden die gleiche Entwicklung mitvollziehen. Punkte, die für die Denkende bereits als einigermaßen geklärt angesehen werden, werden so, als Kentnisse von anderen, schon angenommen. Dieser Eindruck ist Schein, der sich zum Teil aus der Orientierung der Beschäftigung am eigenen sozialen Umfeld ergibt. Aus dieser Spannung zwischen dem eigenen Denken und dem anderer ergeben sich Ungleichzeitigkeiten im Kleinen und im Großen.

Im Kleinen, also im Bezug zu Personen der unmittelbaren Umgebung, wird dieses Missverhältnis als Unterschied in der Aktualität von Fragestellungen erlebt und schlägt gleichzeitig disziplinierend als Zurichtung zu einer Ähnlichkeit der Auseinandersetzung zurück. Im Großen, in der Konfrontation mit bis dahin Unbekannten, erfolgt die Erfahrung der Wiederholung des Immergleichen, die – wider besseres Wissen – überrascht

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