Park nahe Lucerne

Es gibt eine Art von den Dingen zu reden, die sich dagegen immunisiert zur Welterklärung zu geraten, welche über alles Bescheid weiß und deshalb über nichts etwas zu sagen hat. Sie verzichtet darauf vom Bekannten zur Frage hinzuführen und hat am Ende nicht alles beantwortet. Sie ist mehr wie die Bewegung einer Hand, die im Halbdunkel etwas greifen will, das vor dem Griff zurückweicht. Die Greifende weiß wohl wonach sie greift und doch kann sie es so recht nicht fassen. Doch in den Bewegungen der Hand liegt etwas des unbegriffenen Gegenstandes, der sich nur so begreifen lassen kann. Daraus lässt sich keine Methode ableiten, denn die Methode, das Rezept, die Gebrauchsanweisung ist anwendbar. Die Art des Greifens ergibt sich am Gegenstand.

Zu versuchen etwas auf den Begriff zu bringen heißt sich denkend aufzuschwingen. Der Schwung entsteht durch Übertreibung, durch zuviel an Deutung und Verallgemeinerung. Der Vorwurf der Falschheit, der Ungenauigkeit und dergleichen trifft zu. Und doch wäre die Korrektheit, das Penible, das Bestehen auf dem Gesicherten, welches vom festen Fundament bis zum Kreuz am Kirchturm sein Gebäude errichtet, soviel falscher. Wer sich im ersteren Sinn in die Luft erhebt, die trifft zumindest etwas – vielleicht nur als Querschlag – doch die, die im letzteren Sinne denkt, denkt gar nicht. Denken ist ihr Maschine, Begriff Baumaterial und so kann ihr dabei nichteinmal auffallen, dass der Mörtel zwischen den Stein auf Stein gelegten Definitionen golden glänzt.

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