Pop! Goes My Heart

Der Hinweis, man solle Pop-Kultur nicht so behandeln wie wahre, würdige, ernste Kunst, nicht über sie so nachdenken, als könne sie wahr oder falsch sein, enthält die Weisung, sich nicht allzu sehr den Kopf zu zerbrechen. Diese geforderte Kulturindustrie-Ästhetik, die dann im Grunde gar keine mehr ist, soll sich damit bescheiden auf Stereotypie, auf Rezeption, auf die Intentionen der Produzierenden, zu achten und nicht mehr nach dem der Kunst Wesentlichen fragen.

Falsch ist dieser Hinweis auch, weil darin so getan wird, als ob Kulturindustrie eine Eigenschaft einzelner Werke sei, als handle es sich dabei nicht um eine gesellschaftliche Tendenz, die jeden künstlerischen Versuch umfasst, ja schon erfasst hat, sogar noch in die Vergangenheit hinein ergreift. Die beschworene, alte, hohe Kunst ist nicht ernster mehr, als der neueste Hit spontan.

Jede Ästhetik, die auf Wahrheit geht, müsste zuerst darauf reflektieren. Jeder weiteren Überlegung wäre das Verzweifelte, das das Bewusstsein um diesen Umstand mit sich bringt, anzumerken.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s