Zwei Männer,…

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wider, sondern macht sichtbar.“ – Paul Klee

Dieser oft zitierte Satz wird gerne dahingehend missverstanden, Klee ginge es gar nicht um Darstellung von Wirklichkeit. Ein Bild des jungen Klee trägt den Titel „Zwei Männer, einander in höherer Stellung vermutend, begegnen sich“. Selten wird sich die auf dem Bild gezeigte Begegnung wirklich so sehen lassen. Und doch trägt sie sich immer zu, wenn Menschen im Stande ihrer Unfreiheit sich treffen, fälschlich annehmend, sie gingen nicht gebückt. Das Bild macht etwas unsichtbares sichtbar: das Fehlen des aufrechten Ganges. Und dieses Unsichtbare ist die in Wirklichkeit falsche Gegenwart.

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