Hintergrund

Ende der 80er Jahre fertigte der Maler Albert Öhlen eine Reihe von gegenständlich durchhuschten ungegenständlichen Bildern an. Ein dichter Film aus Farben wirkt, als wäre etwas recht gründlich übermalt. In diesem dichten Vordergrund lassen sich Gestalten ausmachen, sowie Elemente, die auf Perspektive hindeuten. Dadurch entsteht der Eindruck einer verhinderten Tiefe. Es wird in den Bildraum verwiesen, doch der bleibt verdeckt, unzugänglich und hinter der festen Farbschicht verborgen.

Aber an einigen Stellen ist dieser hartnäckige Vordergrund löchrig und scheint den Blick freizugeben auf die Hinterwelt, eine Landschaft oder den Bühneninnenraum. Wer ein Loch entdeckt, findet bald ein zweites kleineres und vielleicht ein drittes, nur halb durchbrochenes, matteres – mag sein es ist noch gar keines.

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