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Die Bärin

Eine Frau gerät beim Wandern im Wald in einen Sturm. Der Regen fällt als dicke schwere Tropfen. Die nächste Hütte ist nicht weit, der Weg leicht. Aber ein Braunbär bäumt sich auf, zwingt sie in die falsche Richtung, jagt sie auf eine Eiche. Der Bär stößt mit der Seite gegen den morschen Stamm. Der Baum wackelt. Das Tier rammt wieder gegen den Stamm, der kracht und bricht. Die Frau fällt und verletzt sich am Knöchel.

Sie stürzt humpelnd in das Dickicht. Ein Dachsbau verspricht Schutz. Sie kriecht in das Loch doch der Bär findet sie, gräbt ihr mit schweren Pranken nach. Die Frau entdeckt einen zweiten Ausgang und zwängt sich durch die Öffnung ins Freie. Der Bär kann ihr nicht folgen, steckt im Bau fest. Die Frau bedeckt ihn mit Laub und Ästen. Sie häuft immer mehr über das kämpfende Tier. Der Bär brummt, der Boden zittert. Ein Röcheln und Wimmern dringt aus der Erde und verstummt endlich. Sie schleppt sich zur rettenden Hütte.

Sie habe Glück gehabt, sagt ihr die Wirtin. Im Wald gebe es eine Bärin, mit der nicht zu spaßen sei. Sie habe gerade Junge.

Foto: Wurzel

3 Gedanken zu “Die Bärin

  1. absurd: Bären können gut klettern und es gibt keinen Dachsbau, der groß genug ist für einen Menschen – schon gar nicht hätte sie die Bärin dort einfach verbuddeln können – weltfremd für mich. 😀

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